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Verpatzte und ergriffene Chancen

13:09 02 April in Allgemein
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Groß war die Freude als meine Eltern mit mir in  den Zirkus gingen – ein aufregendes Erlebnis für ein fünfjähriges  Mädchen. Der Zirkus war jedoch kein klassischer mit Tigern, ArtistInnen  und Clowns. Statt einer Manege war ein großer Pool aufgebaut, in dem ein  Delfin schwamm, durch bunte Reifen sprang, mit Bällen jonglierte und  die ZuseherInnen nass spritze. Ich war fasziniert! 

Plötzlich fragte der Dompteur, ob ein Kind aus dem Publikum mit dem Delfin schwimmen möchte. Nichts lieber wollte ich in diesem Augenblick, aber ich war wie gelähmt. Alle Kinder im Zelt sprangen auf, hoben ihre Arme und machten auf sich aufmerksam. Plötzlich saß der Trainer jedoch neben mir und fragt mich, ob ich nicht ins Becken wollte. Mein Herz schrie „Ja!“, aber mein Kopf schüttelte „Nein!“ und vergrub sich in den Armen meiner Mutter. Ich hatte meine große Chance vergeben und dieses Erlebnis nie vergessen.

Drei Jahrzehnte später machte ich mit einer Freundin einen ausgedehnten Spaziergang. Ich war in keiner guten Verfassung, haderte mit einigen Dingen in meinem Leben. Unvermittelt fragte mich Maria, wann ich denn nun endlich eine Ausbildung zur Delfintherapeutin machen würde. Bis dahin hatte ich nie darüber nachgedacht als Therapeutin mit diesen wundervollen Tieren zu arbeiten. Ich wollte einfach nur einmal im Leben mit ihnen schwimmen. Maria hatte mir nun „einen Delfin ins Ohr gesetzt“. Kaum zu Hause begann ich zu recherchieren – und wurde fündig. 2013 begann ich meine Ausbildung, die mein Leben unendlich bereicherte und nun zur Gründung von FIDT geführt hat. Ich freue mich nun, diesen Weg mit anderen Menschen weiterzugehen und die inspirierenden Begegnungen mit Delfinen zu teilen.
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